Recycling und weniger Verbrauch schützen den Wald
- Details
- Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 10. Februar 2013 20:28
Papier ist eines der Hauptprodukte von Entwaldung: jeder fünfte Baum wird für Papier gerodet (1). Immer mehr Papier stammt aus illegaler Waldzerstörung oder von Plantagen, die auf Böden zerstörter Urwälder angelegt wurden. Diese sind nicht nur weniger artenreich als die ursprünglichen Wälder, sie ernähren in der Regel auch nur 10% der Arten, die vorher dort gelebt haben (2). Zudem erfordern sie einen erheblichen Pestizideinsatz und wirken sich negativ auf den Wasserhaushalt aus. Die Papierproduktion verschlingt immense Mengen an Wasser und Energie (sie ist der fünftgrößte Energieverbraucher). Das dabei entstehende Abwasser stellt ein großes Problem dar, denn zum Lösen des Zellstoffs aus dem Holz und Bleichen des Papiers werden Chemikalien eingesetzt.
Weiterlesen: Recycling und weniger Verbrauch schützen den Wald


Bereits am 02.11.2011 machte ARD Plusminus mit der Reportage „IKEA-Möbel – Holz aus Urwäldern“ auf die Zerstörung des russischen Urwaldes in Karelien durch den Möbelkonzern IKEA aufmerksam (Youtube-Video). Karelien, eine Republik im Nordwesten Russlands, erstreckt sich über eine Fläche von rund 180.000km² und beherbergt einen Teil russischen Urwaldes. Fast 300.000 Hektar z.T. geschützten Wald hat die IKEA-Tochterfirma Swedwood in dieser Regiongepachtet und rodet jährlich mehr als 5 km², darunter auch bis zu 600 Jahre alte Bäume. Durch schwere Maschinen wird neben den Bäumen auch der äußerst empfindliche Waldboden zerstört. Mittlerweile, so die dort ansässige Umweltschutzorganisation SPOK, sind nur noch 10% des Waldes in Karelien intakt.
Nicht nur Regenwälder brauchen Schutz!
Im Wald da ist der Müll – dies mussten einige engagierte Bürger bei einer Müllsammlung im Frankfurter Stadtwald bei allerschönsten Wetter feststellen.


Ich will mehr wissen!
