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Recycling und weniger Verbrauch schützen den Wald

Papier ist eines der Hauptprodukte von Entwaldung: jeder fünfte Baum wird für Papier gerodet (1). Immer mehr Papier stammt aus illegaler Waldzerstörung oder von Plantagen, die auf Böden zerstörter Urwälder angelegt wurden. Diese sind nicht nur weniger artenreich als die ursprünglichen Wälder, sie ernähren in der Regel auch nur 10% der Arten, die vorher dort gelebt haben (2). Zudem erfordern sie einen erheblichen Pestizideinsatz und wirken sich negativ auf den Wasserhaushalt aus. Die Papierproduktion verschlingt immense Mengen an Wasser und Energie (sie ist der fünftgrößte Energieverbraucher). Das dabei entstehende Abwasser stellt ein großes Problem dar, denn zum Lösen des Zellstoffs aus dem Holz und Bleichen des Papiers werden Chemikalien eingesetzt.

Die ökologische Alternative dazu ist der Gebrauch von Recyclingpapier. Die Tabelle zeigt die Ökobilanz für Recyclingpapier im Vergleich zu Zellstoff bzw. Frischfaserpapier (3):

Ökobilanz für 500 Blatt A4 aus

 

Zellstoff      

Altpapier

Rohstoff:   

7,5 kg Holz  

2,8 kg Altpapier

Wasser: 

130.2 l 

51,1 l

Energie:

26,8 kWh

10,5 kWh

CO2: 

2,6 kg 

2,2 kg

Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ist zu bevorzugen. Nur der Blaue Engel beschränkt mit strengen Vorgaben die Umweltbelastung. Zu den Vorgaben gehören:

  • 100 % Recyclingpapier
  • keine vermeidbare Schadstoffe und schädlichen Chemikalien (z.B. Chlor, Formaldehyd, PCB, Schwermetalle)
  • keine optischen Aufheller
  • hohe Haltbarkeit

sowie Richtlinien zum Wasser- und Energieverbrauch. www.blauer-engel.de

Deutschland ist ein Hauptimporteur von Zellstoff bzw. schon fertigen Papier (88 % der Primärfasern in unserem Papier) (4). Mit bis zu 250 kg Verbrauch zählen wir zu den größten Konsumenten weltweit (5). Wir verschwenden aber auch sehr viel Papier. Papier sparsam zu verwenden ist noch viel besser als Recyclingpapier zu benutzen. Es gibt etliche Möglichkeiten, unnötigen Papierverbrauch zu vermeiden. Hier einige Tipps:

Büro

  • Doppelseitig drucken und kopieren. Rückseiten von Fehldrucken/Kopien nutzen.
  • Umfangreiche Daten verkleinern oder zwei Seiten auf eine drucken.
  • Texte am Monitor lesen und bearbeiten.
  • Nur nötige Unterlagen drucken, ansonsten Ausdruck von digitalen Medien meiden.

Haushalt

  • Beim Einkauf Verpackungsmaterial vermeiden.
  • Werbung und Kataloge nur gewollt nehmen.
  • Geschenke kreativ, z.B. alten Zeitungen/bemalten Packpapier, verpacken.
  • Zeitungen und Zeitschriften teilen.
  • Mehrwegflaschen statt Getränkekartons kaufen.
  • Mehrwegtüscher und waschbare Lappen verwenden.

Links:

www.memo.de: Versandhandel

www.heftefinder.de

www.fessie.de/wissen/schulmaterialen: Schulhefte aus Recyclingpapier in Frankfurt

weiterführende Links:

www.greenpeace.de/themen/waelder

www.greenpeace.de/Wuppertal: unter dem Menuepunkt Infomaterial finden sich gute Infos und Tipps (z.T. hier übernommen)

www.papiernetz.de: Intiative Pro Recyclingpaier

www.papierwende.de

Quellen und Literatur:

(1), (2): The Story of Stuff. Wie wir unsere Erde zumüllen. Annie Leonard. N.Y., 2010
(3): "Papier - jedes Blatt zählt. Informationen, Unterrichtsmaterialen, Ideen, Medienhinweise. Hessiches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, 2008
(4): Greenpeace Deutschland
(5): "Papier". Münchner Stadtgespräche. Heft 64, Dezember 2012

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