Kein zerstörerischer Luxus im Garten
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- Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 08. August 2013 18:51
Unzertifiziertes Tropenholz stammt größtenteils aus illegalen Raubbau an den letzten Urwäldern der Erde. Dieser Raubbau setzt nicht nur 20% der weltweiten CO2-Emmissionen frei, sondern bedroht auch 70% aller Tier- und Pflanzenarten, die in diesen Wäldern beheimatet sind. So sind Vierfünftel der Urwälder bereits zerstört und der Rest ist massiv bedroht, denn noch immer werden große Waldflächen illegal abgeholzt. Auch Tropenholz aus Plantagen ist gefährlich: so wird Teak aus Urwaldraubbau (z.B. in Myanmar) als Plantagenholz deklariert um seine Herkunft zu verschleiern.


Bereits am 02.11.2011 machte ARD Plusminus mit der Reportage „IKEA-Möbel – Holz aus Urwäldern“ auf die Zerstörung des russischen Urwaldes in Karelien durch den Möbelkonzern IKEA aufmerksam (Youtube-Video). Karelien, eine Republik im Nordwesten Russlands, erstreckt sich über eine Fläche von rund 180.000km² und beherbergt einen Teil russischen Urwaldes. Fast 300.000 Hektar z.T. geschützten Wald hat die IKEA-Tochterfirma Swedwood in dieser Regiongepachtet und rodet jährlich mehr als 5 km², darunter auch bis zu 600 Jahre alte Bäume. Durch schwere Maschinen wird neben den Bäumen auch der äußerst empfindliche Waldboden zerstört. Mittlerweile, so die dort ansässige Umweltschutzorganisation SPOK, sind nur noch 10% des Waldes in Karelien intakt.
Nicht nur Regenwälder brauchen Schutz!

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