PLANET EARTH FIRST
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- Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 28. September 2017 21:41
Bei strahlend schönem Wetter legte die Beluga II, die von uns ehrenamtlichen GP’lern schon sehnsüchtig erwartet wurde, in Frankfurt an. Nach einer fröhlichen Begrüßung wurden die Masten aufgestellt und das Banner mit dem Logo PLANET EARTH FIRST gespannt. Die diesjährige Kampagne steht unter dem Motto: Klimawandel, Migration und Vertreibung.
Vom 22. September bis 24. September informierten und diskutierten wir mit Passanten. Auch die Presse sowie der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Peter Feldmann, zeigten großes Interesse. Der Klimawandel zwingt Millionen Menschen zur Migration.

Viele glauben, die meisten Menschen fliehen vor Krieg und Gewalt – da solche Konflikte in den Medien dominieren. Tatsächlich sind klimabedingte Naturkatastrophen weltweit der Hauptgrund dafür, dass Menschen zwangsweise ihre Heimat verlassen. Höchste Zeit, das Problem ernst zu nehmen. Gerade reiche Industriestaaten müssen Betroffenen helfen und die Ursachen für Klimaflucht bekämpfen. Klimaschutz heißt auch Schutz vor Vertreibung.
2016 war das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und das dritte Hitzerekordjahr in Folge. Der Klimawandel trägt dazu bei, dass Wetterextreme und Naturkatastrophen zunehmen, dass immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlagen verlieren und zur Flucht gezwungen werden. Schon heute sind Erderhitzung und Umweltzerstörung viel stärkere Treiber für Migrationsbewegungen, als vielen von uns bewusst sein mag:
Zwischen 2008 und 2015 wurden pro Jahr durchschnittlich 25,4 Millionen Menschen durch klima- und wetterbedingte Katastrophen aus ihrer Heimat vertrieben. Dies sind etwa doppelt so viele Menschen wie diejenigen, die vor Kriegen und Gewalt fliehen mussten. Die Zahlen stammen vom Internal Displacement Monitorung Centre in Genf, das weltweite Flucht- und Migrationsbewegungen erfasst und analysiert.
Die sogenannte Umweltmigration hat unterschiedliche Ursachen:
Zum einen plötzlich einsetzende Naturkatastrophen wie Sturmfluten, Hitzewellen, Erdrutsche und Waldbrände, zum anderen schleichende Umweltveränderungen wie den Anstieg des Meeresspiegels, anhaltende Dürre oder degradierte Böden, auf denen nichts mehr angebaut werden kann. Hinter den meisten dieser Situationen steckt mittlerweile der menschengemachte Klimawandel, für den die Flüchtenden kaum verantwortlich sind.
Es sind vor allem die Bewohner der ärmsten Länder im Globalen Süden, die genötigt werden, ihr vertrautes Umfeld zu verlassen. Ihre Heimatländer tragen am geringsten zur Erderwärmung bei. Hauptverantwortlich sind dagegen wir reichen Industrienationen, die mit der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas den Löwenanteil an Treibhausgasen emittieren. Vor allem wir sind gefragt, den Millionen Opfern des Klimawandels zu helfen und weitere möglichst zu verhindern. Die Unterstützung von Umweltmigranten sollten wir im Sinne von Solidarität und (Klima-)Gerechtigkeit als selbstverständlich erachten.
Die Studie „Klimawandel, Migration und Vertreibung verdeutlicht die von vielen unterschätze Katastrophe (siehe unten)


Bei gefühlten 40 Grad war unsere Meeresgruppe mal wieder in Frankfurt präsent. Ziel unserer Aktion war die Sensibilisierung der Bevölkerung die Lebensräume im Meer durch bewusstes Einkaufen
Im Rahmen einer Global Week of Action (GWA) war die Meeresgruppe von Greenpeace Frankfurt am 22. November in der Innenstadt mit einem Infostand aktiv. Diese Aktion wurde vom 17. bis 22. November in insgesamt zwanzig Ländern unterstützt. Der Zeitpunkt der Aktion war besonders wichtig, da am 15. und 16. Dezember der Brüsseler Fischereiministerrat tagt und, wie jedes Jahr, die Fangquoten festgelegt und vergeben werden.
um mit monströsen Industriefangschiffen, die mit riesigen Schleppnetzen die Weltmeere plündern, den Fischbestand um bis zu 80 Prozent zu dezimieren. Auf ihren Raubzügen orten diese Fabrikschiffe große Schwärme per Echolot, Radar oder Hubschrauber. Mit Kilometer langen Leinen und gigantischen Netzen fangen sie in kurzer Zeit riesige Mengen Fisch. So wie der weltgrößte Thunfischfänger „Albatun Tres“ aus Spanien, der auf nur einer Fischreise bis zu 3.000 Tonnen Fisch erbeuten und lagern kann. Vor allem die Fischgründe des Nordatlantiks und des Mittelmeers sind durch die gigantischen Schleppnetze, in denen 14 Jumbojets problemlos Platz haben, inzwischen fast leergefischt.
Eine gigantische Verschwendung von Leben entsteht zusätzlich durch den Beifang, denn neben dem kommerziell verwertbaren Fisch verfangen sich in den Netzen auch Vögel, Jungfische, Schildkröten und sogar Haie und Wale. Tot oder schwer verletzt werden diese Tiere dann wieder über Bord geworfen. So werden weltweit jedes Jahr bis zu 30 Millionen Tonnen Leben achtlos verschwendet. Bei der Jagd nach Tieren, die auf dem Boden leben, darunter Scholle, Seezunge und Krabben wird besonders viel Beifang erzeugt, da die Grundschleppnetze direkt über den Meeresboden gezogen werden. Sie nehmen dort alles mit, was wächst und krabbelt. Auch wunderschöne Korallen, die sich dort entwickelt haben, werden achtlos herausgerissen und später zerstört wieder ins Meer geworfen.
Eine gerechte Fangquotenverteilung - Greenpeace schaut nicht nur sehr genau auf die Fangquote, die sich in diesem Jahr verbindlich an die wissenschaftlichen Vorgaben halten muss, sondern auch auf die Vergabe an die kleinen handwerklichen Fischer

Ratgeber Fisch (2014/01) mit 2 Rezepten von Sarah Wiener


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