WELLE MACHEN - Top 3 Fragen & Antworten
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- Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 19. April 2017 14:52
Unter dem Motto: WELLEMACHEN für Meere ohne Plastikmüll waren wir am 25.02.17 in Frankfurt unterwegs, um mit den Bürgern von Frankfurt über das Thema Plastik im Meer zu sprechen.
Ja, aber wie gefährlich ist Plastik im Meer überhaupt und was können wir gegen die Vermüllung der Ozeane tun?
Fangen wir doch einmal im Badezimmer an: Zahnpasta, Shampoo, Bodylotions, Duschgels, Peelings, Deodorants oder Lippenstift. Unsere Badezimmer sind voller Plastik und das nicht nur in Form von Verpackungen. Nein, die kommen noch dazu.
Viele Pflegeprodukte und Kosmetika enthalten winzige Plastikperlen oder Granulate. Dieses Mikroplastik, welches wir beim Duschen auf unsere Haut auftragen und dann in den Abfluss spülen, ist zu klein um von Kläranlagen herausgefiltert zu werden und gelangt somit direkt in unsere Flüsse und Meere.
Die Top-Fünf der Müllfunde an unseren Stränden sind: Zigarettenstummel (jedes Jahr kommen rd. 4,5 Billionen Kippen hinzu), Verpackungen, Flaschendeckel, Seile und Netze. Die Abbaugeschwindigkeit vor allem der Kunststoffe ist abhängig von der Wassertemperatur, mechanischen Einwirkungen wie z.B. Wellenschlag oder Aufschlagen auf Küstenfelsen sowie der Einwirkung von ultravioletter Strahlung der Sonne und den Zersetzungsprozessen durch Bakterien.
Wie lange dauert der Abbau von Plastik, wenn er einmal in die Natur gelangt ist?
Eine Exemplarische Darstellung zur Abbaugeschwindigkeit einiger Produkte des täglichen Lebens zeigt die Unverhältnismäßigkeit zwischen der Verwendung von Kunststoffen durch den Menschen und deren bleibende Schäden in der Umwelt:
- Plastiktüten: 1-20 Jahre (Nutzungsdauer im Durchschnitt 25 Minuten!!!!)
- Weißblechdosen, aufgeschäumte Plastikbecher: 50 Jahre
- Aluminiumdosen: 200-500 Jahre
- Sixpack-Ringe: 400 Jahre
- Einwegwindeln, Plastikflaschen: 450 Jahre
- Angelschnüre: 600 Jahre
Wie kann die Politik darauf hinwirken?
Politik muss überall ansetzen, denn auch alltägliche „kleine Sünden“ können zu Problemen mit weltweiter Dynamik werden. Die Wirtschafts- und Forschungspolitik sowie auch die Verkehrs- und Fischereipolitik müssen Verantwortung übernehmen. Da auch die Handels- und Verpackungsketten heute global sind, ist auch auf diesem Gebiet ein Umdenken erforderlich.
Der Schutz der Meere muss Bestandteil aller Politiker werden, d.h., der Umweltschutz muss globale Wirkung entfalten und darf nicht an Landesgrenzen enden!!
Das allerwichtigste ist jedoch, dass die Umweltpolitik endlich über der Wirtschafts- und Handelspolitik stehen muss!!
Der ausführliche Bericht ist für euch noch einmal hier abgelegt zum weitersagen und teilen:


Bei gefühlten 40 Grad war unsere Meeresgruppe mal wieder in Frankfurt präsent. Ziel unserer Aktion war die Sensibilisierung der Bevölkerung die Lebensräume im Meer durch bewusstes Einkaufen
Im Rahmen einer Global Week of Action (GWA) war die Meeresgruppe von Greenpeace Frankfurt am 22. November in der Innenstadt mit einem Infostand aktiv. Diese Aktion wurde vom 17. bis 22. November in insgesamt zwanzig Ländern unterstützt. Der Zeitpunkt der Aktion war besonders wichtig, da am 15. und 16. Dezember der Brüsseler Fischereiministerrat tagt und, wie jedes Jahr, die Fangquoten festgelegt und vergeben werden.
um mit monströsen Industriefangschiffen, die mit riesigen Schleppnetzen die Weltmeere plündern, den Fischbestand um bis zu 80 Prozent zu dezimieren. Auf ihren Raubzügen orten diese Fabrikschiffe große Schwärme per Echolot, Radar oder Hubschrauber. Mit Kilometer langen Leinen und gigantischen Netzen fangen sie in kurzer Zeit riesige Mengen Fisch. So wie der weltgrößte Thunfischfänger „Albatun Tres“ aus Spanien, der auf nur einer Fischreise bis zu 3.000 Tonnen Fisch erbeuten und lagern kann. Vor allem die Fischgründe des Nordatlantiks und des Mittelmeers sind durch die gigantischen Schleppnetze, in denen 14 Jumbojets problemlos Platz haben, inzwischen fast leergefischt.
Eine gigantische Verschwendung von Leben entsteht zusätzlich durch den Beifang, denn neben dem kommerziell verwertbaren Fisch verfangen sich in den Netzen auch Vögel, Jungfische, Schildkröten und sogar Haie und Wale. Tot oder schwer verletzt werden diese Tiere dann wieder über Bord geworfen. So werden weltweit jedes Jahr bis zu 30 Millionen Tonnen Leben achtlos verschwendet. Bei der Jagd nach Tieren, die auf dem Boden leben, darunter Scholle, Seezunge und Krabben wird besonders viel Beifang erzeugt, da die Grundschleppnetze direkt über den Meeresboden gezogen werden. Sie nehmen dort alles mit, was wächst und krabbelt. Auch wunderschöne Korallen, die sich dort entwickelt haben, werden achtlos herausgerissen und später zerstört wieder ins Meer geworfen.
Eine gerechte Fangquotenverteilung - Greenpeace schaut nicht nur sehr genau auf die Fangquote, die sich in diesem Jahr verbindlich an die wissenschaftlichen Vorgaben halten muss, sondern auch auf die Vergabe an die kleinen handwerklichen Fischer

Ratgeber Fisch (2014/01) mit 2 Rezepten von Sarah Wiener


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