G7 - Demo in München am 04 Juni 2015... und wir waren dabei!
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- Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 09. Juni 2015 11:02
10 Frankfurter Greenpeacer haben sich auf den Weg gemacht. Morgens hin, Abends zurück. Bis auf Peter, der ist schon zwei Tage vorher losgefahren, 450 km mit dem Fahrrad, und wieder zurück.
Das ist schon schön, wenn man mit 40.000 fremden Menschen für die gleiche Sache demonstriert. Und leider gibt es Gründe genug, den Teilnehmern des G7 in Elmau zu zeigen, dass Vieles falsch läuft. Eigentlich ist es traurig, dass die Bürger gegen die Politik der gewählten Volksvertreter demonstrieren müssen. Denn sie setzen viele Prioritäten falsch, nur die Industrie im Sinn, gegen die Bürger.
Hunderte von Milliarden Euros werden jedes Jahr für Waffen ausgegeben. Ein paar Millionen für die Rettung der Flüchtlinge sind aber zu viel. Schiedsgerichte sollen beim Freihandelsabkommen TTIP für Recht sprechen, unsere bestehenden Gerichte werden missachtet. Damit ein paar Energiekonzerne Gewinne machten können, soll die Bevölkerung dafür zahlen, mit ihrer Gesundheit, mit ihren Steuergeldern. Der Klimawandel wird uns Menschen noch über Jahrhunderte viel Geld kosten, wie auch schon der Atommüll.
Warum schaffen es Frau Merkel und Co nicht, sich für Ihre Wähler und für die Umwelt einzusetzen? Selbst das reiche Deutschland schafft es nicht, die schon vor vielen Jahren zugesagten Entwicklungshilfe-Gelder zu zahlen. Heisse Luft, mehr ist es nicht. Handeln: Fehlanzeige.


Am 18.4.2015 fanden weltweit Demonstrationen gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP statt. Insgesamt gab es in 45 Ländern rund 750 Protestaktionen. Auch in Frankfurt wurde gegen das Abkommen demonstriert, wobei nicht nur TTIP, sondern auch CETA (Freihandelsabkommen mit Kanada) und TISA (Abkommen über Freihandel mit Dienstleistungen) im Fokus stand. Zu der, vom Frankfurter Bündnis gegen TTIP, CETA & TISA geplanten und durchgeführten Veranstaltung am Mainufer, Nähe Eiserner Steg, kamen rund 800 Bürger, um sich zu informieren und gegen die geplanten Abkommen zu demonstrieren. Europaweit haben sich schon ca. 1,7 Mio. Menschen mit ihrer Unterschrift gegen das Abkommen ausgesprochen. Tenor der verschiedenen Redebeiträge war das ignorante und undemokratische Verhalten der Politik, die die Abkommen hinter verschlossenen Türen, ohne Beteiligung der Bürger, durchsetzen will. Außerdem wurde kritisiert, dass die Abkommen einseitig an den Interessen der Wirtschaft ausgerichtet sind und der Demokratie den Boden entziehen. In Szene gesetzt wurde die Forderung „Save Democracy-Stop TTIP“ mittels eines Banners, das von Greenpeace-Aktivisten in Taucheranzügen durch den Main gezogen wurde.
Bei der Großdemonstration zur Eröffnung der EZB am 18.3.2015, war auch Greenpeace Frankfurt stark vertreten. Schwerpunkt unseres Protestes bei der gut besuchten (nach offizieller Schätzung mehr als 17.000 Teilnehmer) und bunten Demonstration gegen die aktuelle Wirtschafts- und Finanzpolitik, war das Freihandelsabkommen TTIP.

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