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Leuchtender Protest gegen Kohle

2014_11_08_GAT-Kohle_01.png.pngAm Samstag, den 8.11. machte sich ein kleines „Empfangskomitee" von Greenpeace Frankfurt nach Hofheim auf, um gemeinsam mit Aktiven von Campact! unseren Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel, der zum SPD-Parteitag kam, zu „begrüßen“. Als der Bundesminister die Protestierenden erblickte, war er überrascht, da er Demonstranten gegen den Fluglärm des Frankfurter Flughafens erwartete und nun mit Protestschildern „Herr Gabriel, Kohlekraft stoppen“ begrüßt wurde.

Erst zwei Tage vorher hatten ihm Aktivisten von Greenpeace acht Tonnen Braunkohle vor sein Ministerium gekippt. Mit der Protestaktion eröffnete Greenpeace Frankfurt den am gleichen Tag stattfindenden deutschlandweiten Aktionstag. Bei Einbruch der Dämmerung erstellten bundesweit zahlreiche Greenpeace-Gruppen und Campact!-Aktive in über 35 Städten mit Bändern, Folien, Kerzen und Lampen leuchtende Protestbilder gegen Kohle.

2014_11_08_GAT-Kohle_02.pngIn Frankfurt formten wir am Liebfrauenberg aus brennenden Kerzen ein großes „X“ als Symbol gegen die zunehmende Kohlenutzung. Daneben lag ein Banner mit der Aufschrift: „Keine neuen Tagebaue! Energiewende heißt Kohleausstieg“. Ein zwei Meter hohes Windrad sprach für sich. Mit zahlreichen Protestschildern wird Energieminister Gabriel aufgefordert, die Kohlekraft zu stoppen und nicht weiter den Abbau von Kohlekraftwerken in Deutschland zu behindern.

Nur durch Stilllegung wird Deutschland sein vereinbartes Klimaziel erreichen, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Ein schrittweiser Kohleausstieg in Deutschland ist möglich, ohne dass die Versorgungssicherheit gefährdet wird. Der deutsche Kraftwerkspark hat bereits jetzt massive Überkapazitäten von etwa 10 Gigawatt, die meisten bei konventionellen Kohlekraftwerken. Seit über zehn Jahren ist Deutschland auch Strom-Exporteur.

Mit einem geordneten Kohleausstieg müssen zunächst die besonders klimaschädlichen älteren Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Die zunehmend sinkende Stromerzeugung aus Kohle kann dann in den nächsten Jahren durch den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien übernommen werden. Nur mit konsequenten Maßnahmen und einem verbindlichen Abschaltplan für Kohlekraftwerke, der jetzt im „Aktionsplan Klimaschutz 2020“ festgelegt werden muss, ist ein Ausstieg aus der Kohleverstromung möglich - zur Erreichung des 40-Prozent-Ziels, das Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sigmar Gabriel, unser damaliger Umweltminister, 2007 verbindlich festgelegt hatten.

Greenpeace fordert:

Braunkohleausstieg bis 2030, Steinkohleausstieg bis 2040
Keine neuen Braunkohletagebaue
Keine neuen Kohlekraftwerke
60 Prozent Erneuerbare bis 2030, 80 Prozent bis 2040, 100 Prozent bis 2050

Weitere Bilder zum „Leuchtenden Protest“ gegen Kohle gibt es auf dem
flickr.png flickr-Album von Campact!

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